das von
michaela und
tabea so fein konzipierte und organisierte
frühlingskunstpostprojekt geht zu ende und das briefkastengähnen damit in die nächste runde.* die finale zeile "Dich hab ich vernommen!" war es, die mir zugeflattert kam - mir in ihrer anatomischen übersetzbarkeit mit botanischem anklang sehr zur freude: vernehmender ohrenblumenwuchs, hopsend zwischen kontemplation und aufbruchsdrang. wie man ihn eben so vernimmt, den frühling, nicht?
packpapierkuvertiert, vogelbestempelt, stoffpunktbeklebt sollte mein kärtchen, wie ich hoffe, mittlerweile bei all meinen mailartkolleginnen eingetrudelt sein, ...
... um unser gemeinsam gewerkeltes frühlingsgedichtmosaik zu komplettieren. ich mag das ergebnis; nuancenreich wie der frühling selbst, jedes kärtchen in gewisser weise ein kleines sinn-, vielleicht sogar spiegelbild seiner schöpferin.
und bei allem unterscheidenden doch auch die gemeinsamkeiten: das nachrascheln des freudig-ernsthaften nachdenkens, das echo des detailliebkosenden tuns, das fluidum des zugedachtseins an eine bestimmte, das bouquet des sich einfügenden einzigartigen. danke für die famosen karten, danke für die liebe post.
danke auch an
marja, die mir - gruppenfremd sozusagen - ihr hübsches kärtchen hat zukommen lassen.
und danke an michaela und tabea fürs ermöglichen all dessen. schön wars.
hier gibt es eine zusammenschau der ergebnisse aller gruppen - zum frühlingnachschnuppern, bevor der sich wieder verabschiedet (in welche richtung auch immer, ich wäre sehr für sommer, morgen soll es aber bis auf 600 m herunterschneien ...).
*) eingeteilt in neunergruppen wurde jeweils ein zugeloster vers von eduard mörikes "Frühling läßt sein blaues Band" in kartenform übersetzt und das ergebnis an die übrigen acht gruppenteilnehmerinnen geschickt - das bedeutet: rund zwei monate lang gab es einmal wöchentlich frohlingspost!